Mittwoch, 23. März 2011

Karin Heinrich: Das Kapital

Lechzen Industriemagnaten
nach den Märkten, Öl und Stahl,
wie sie es schon immer taten,
häufen sie ihr Kapital.
 
Vollgepumpt bis an die Decke
wächst das Waffenarsenal,
aufgerüstet zu dem Zwecke,
Krieg zu führn fürs Kapital.
 
Höchstprofite zu erreichen,
dafür ist der Preis egal,
ohne Skrupel über Leichen
schreitet hin das Kapital.

In den fernen Schützengräben
wird serviert das Totenmahl,
beten Söhne um ihr Leben,
als ihr einzig Kapital.
  
Doch das Beten ist vergebens
und unsagbar ihre Qual…
In der Blüte ihres Lebens
sterben sie fürs Kapital.
   
Endet einst das Kampfgedröhne,
stehn vorm Völkertribunal
klagend die gefallnen Söhne,
richten sie das Kapital.

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